Handy
Kinder und Jugendliche benutzen es nicht nur zum Telefonieren, sondern vor allem zum Senden und Empfangen von SMS. Auch das Herunterladen von Logos und Klingeltönen, sowie verschiedenste Acessoires für Handys sind sehr beliebt. Das Handy spielt eine wichtige Rolle bei der Selbstdarstellung, denn durch die Möglichkeiten des individuellen "Stylings" ihres Handys können Jugendliche ausdrücken, wer sie sind.
Weil man mit dem Handy nicht nur telefonieren kann:
Durch die Möglichkeit des Internetzugangs, den heutzutage viele Handys integriert haben, können Kinder und Jugendliche ungeschützt an jugendgefährdende Inhalte kommen. Bereits auf dem Einstiegs-Portal des jeweiligen Netzbetreibers findet man Sex-Angebote wie Stripvideos oder Handygames mit sexuellen Inhalten, die Jugendliche nahezu ungehindert abrufen können.
Ein weiteres Problem ist das Besitzen und Weitergeben von Gewalt- und Pornovideos unter Kindern und Jugendlichen, das mittlerweile erschreckende Ausmaße annimmt. Für sie selbst bedeutet es meist nur eine "visualisierte" Mutprobe, ein Wettstreit, wer das schockierendste Video besitzt. Doch das ist kein Spaß mehr und das Besitzen von solchen Videos kann strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.
Auch die Gefahr der "Kostenfalle Handy" ist nicht zu verachten, denn durch den Download von Logos, Klingeltönen, Spielen und Videos können beachtliche Kosten entstehen, die den Jugendlichen vorher oft nicht bewusst sind. Durch das fehlende Lesen des Kleingedruckten werden hier oft ungewollte Abonnements abgeschlossen.
Kreativ mit dem Handy:
Doch das Handy bietet auch viele Chancen, die genutzt werden können. Es müssen nicht immer die teuren Videos oder Klingeltöne aus der Werbung sein, denn mittlerweile gibt es viele Internetseiten, auf denen man sie sich selbst basteln kann. Inzwischen bieten viele Handys die Möglichkeit selbst Töne aufzunehmen oder eigene Sounds zu komponieren. Da die neuen Handys zunehmend mit Foto- und Videokameras ausgestattet sind, können sogar kleine Videos gedreht werden.
Die Kreativität mit dem Handy kann sich auszahlen, denn einige Handywettbewerbe loben lukrative Preise aus (z.B. "Ohrenblick mal!" oder das "Mobile Film Festival").
Was sagt die Wissenschaft?
Das Handy ist mit einer Besitzrate von 94 Prozent das am weitesten verbreitetste Medium bei Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren. Zudem werden Handynutzer immer jünger, bereits ein Viertel der Kinder zwischen 8 und 9 Jahren besitzt eines. Bei den ab 14-Jährigen kann man von einer "Handy-Vollversorgung" sprechen. (Quelle: JIM 2007) mehr...
Handybegriffe
Branding, Cyber-Bulling, Roaming oder WAP, wenn Sie nicht genau wissen was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, dann lesen Sie mehr...


