"Vernetzt - Leben in der Medienwelt"


Mittwoch, 10.November 2010

Vernetzt - Leben in der Medienwelt
12.Forum Medienkompetenz in Trier


Leben in Sozialen Netzwerken, permanenter Handy-Einsatz oder starke On­line-Präsenz – viele Eltern, Lehrkräfte und Erzieher/innen stehen dem Medi­enverhalten ihrer Kinder und Jugendlichen skeptisch gegenüber, können oft nicht einschätzen, welcher Nutzen oder auch welche Gefahren sich hinter der Mediennutzung ihrer Sprösslinge verbirgt.

Das Forum Medienkompetenz Rheinland-Pfalz hatte sich daher in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, mit konkreten Informationen von medienkundigen Re­ferenten Eltern und Lehrer über das Medienverhalten der „vernetzten Jugend“ zu informieren, sie in die medial vernetzte Lebenswelt der Heranwachsenden hineinzuführen.

„Das Forum Medienkompetenz ist eine Veranstaltungsreihe, die – inzwischen schon zum zwölften Mal - Eltern und Lehrern Perspektiven aufzeigen möchte, wie Medien und Online-Dienste pädagogisch begleitet und sinnvoll genutzt werden können“, erläuterte Manfred Helmes, Direktor der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK), bei der Begrüßung der zahlreichen Teil­nehmer. Gemeinsam mit den Partnern aus dem MedienKompetenzNetzwerk (MKN) Trier, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur sowie der medien+bildung.com habe man hier im IHK-Bildungszentrum eine informationsreiche Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Im Fokus des diesjährigen Forums stand die vernetzte Welt der Online- und Netz-Communities, die längst zum Lebensalltag von Kindern und Jugendli­chen gehört. Welche Erfahrungen machen Heranwachsende in der Online-Welt? Nutzen sie die verschiedenen Online-Dienste gleichzeitig? Welche lie­gen im Trend? Zu diesen grundlegenden Fragen jugendlicher Mediennutzung informierte Markus Gerstmann vom ServiceBureau Jugendinformation Bre­men in seinem Fachvortrag.

Zahlreiche Workshops beleuchteten dann sehr konkret und unter reger Betei­ligung des Publikums die unterschiedlichen Medienwelten. Hierbei lag ein Schwerpunkt auf der Frage, wie die wichtige und präsente Rolle von Medien in der alltäglichen Lebenswirklichkeit der Heranwachsenden sinnvoll in der Struktur von Unterricht und Schule genutzt werden kann. Themen wie „Kostenfalle Handy“, „Kinder sicher online“, „Die bewegte Bewerbung“ oder „Kinderredaktion – die TriKi-Reporter“ hatten verstärkt Eltern und Lehrer im Blick, dürften aber auch für die Jugendlichen selbst die ein oder andere Idee für den Umgang mit dem Netz bereit gehalten haben.

Informationen: www.lmk-online.de, www.mkn-online.de, www.medienbildung.com

Auszeichnung für Triki-Reporter aus Trier

Mittwoch, 28. April 2010
Beste TV-Produktionen von Kindern gekürt

Gera - Die besten Fernsehproduktionen von Kindern kommen in diesem Jahr aus Trier, Gießen und Gera. Im Rennen um den «SPiXEL» gewann der 18-minütige Streifen «Das Räubervolk» des Geraer Kinder-Videocamps «KUHLisse» in der Kategorie Spielfilm. Sie haben die Jury mit «überraschenden und originellen Regie-Ideen» überzeugt, indem sie mit viel Witz bekannte Märchenfiguren überspitzt inszenieren, teilte eine Sprecherin des Kinder-Medien-Festivals «Goldener Spatz» <http://www.goldenerspatz.de/>  mit. Die Preise wurden am 27. April in Gera überreicht. Die Gewinner erhielten neben einer Trophäe einen Gutschein für einen Studio- oder Filmproduktionsbesuch im Wert von 500 Euro.

In der Kategorie Information/Dokumentation gewann «Die Jubiläumssendung» des triki-Magazins aus Trier. Laut Jury besteche das TV-Magazin des Vereins Mobile Spielaktion durch «herausragende Qualität, die humorvolle Moderation und den professionellen
Jungjournalismus». In der Sparte Animation setzten sich die Schüler der Klasse 2b der Korczak-Schule in Gießen durch. Ihr siebenminütiger Film «Es klopft bei Wanja in der Nacht» sei ansprechend gestaltet, hieß es. Zudem lobte die Jury die fließenden Bewegungen der Animation und eine «ausgezeichnete Vertonung».

Der «SPiXEL» ehrt zum fünften Mal TV-Produktionen, die von Kindern im Alter von 8 bis 14 Jahren weitgehend selbstständig produziert wurden und ihre Ideen und Sichtweisen besonders gut wiedergeben. Er wird von der Thüringer Landesmedienanstalt und der Deutschen Kindermedienstiftung «Goldener Spatz» ausgelobt. In diesem Jahr gab es 59 Bewerbungen. Je Kategorie wurden drei Filme für den Preis nominiert. Nach der «SPiXEL»-Verleihung zieht der «Goldene Spatz» nach Erfurt um, wo am Freitag die Hauptpreise des Festivals vergeben werden.

konzept m+b - Neuer Förderpreis für innovative Medienbildung

medien+bildung.com gGmbH - Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz

medien+bildung.com fordert mit dem neuen Wettbewerb "konzept m+b" ideenreiche Medienpädagogen/innen in Rheinland-Pfalz auf, zukunftsweisende Ansätze zur Medienbildung einzureichen.

medien+bildung.com, die Tochtergesellschaft der Landeszentrale für Medien und Kommunikation in Ludwigshafen, hat erstmals  einen neuen Wettbewerb für innovative Konzepte zur Medienbildung ausgeschrieben: "konzept m+b". Mit dem Förderpreis werden originelle Ansätze zum Einsatz digitaler Medien in schulischen und außerschulischen Einrichtungen sowie in der pädagogischen Ausbildung prämiert; Bewerbungsschluss ist der 31. August 2010.

Mit dem neuen Förderpreis "konzept m+b" werden keine abgeschlossenen Projekte ausgezeichnet, sondern Konzepte, die erst noch auf ihre Umsetzung warten. Die besten Ideen werden mit einem Preis gewürdigt und bei der Realisierung finanziell und personell von
medien+bildung.com unterstützt. Ansätze, die zur Förderung der aktiven Medienarbeit sowie zur kreativen Neugestaltung von Unterrichts- und Bildungsprozessen beitragen, sind dabei für medien+bildung.com besonders interessant.

Um die gesamte Bandbreite medienpädagogischer Aktivitäten zu berücksichtigen wird der Förderpreis in drei Kategorien vergeben:

- Im Bereich "Schule" werden Konzepte von Schulen, Schulklassen, Lehrkräften oder Schülergruppen gesucht.

- Die Kategorie "Außerschulische Bildung" richtet sich an Jugendeinrichtungen, Kindertagesstätten, soziale Einrichtungen oder OK-TV-Bürgersender.

- Mit dem dritten Bereich "Pädagogischer Nachwuchs" werden Pädagogik- oder Lehramts-Studierende, Referendar/innen sowie Erzieher/innen in Ausbildung angesprochen.

Bewerben können sich sowohl Institutionen wie auch Einzelpersonen, allerdings sind kommerzielle Vorhaben von der Teilnahme ausgeschlossen.

Eingereicht werden können Projektideen, bei denen digitale Medien eine Rolle spielen: Darunter fallen beispielsweise innovative Ansätze mit Audio, Video, Foto, Computer, Handy, PDA, Whiteboard oder Online-Plattformen, ebenso wie Konzepte, die auf Blended-Learning, Mobile-Learning oder Game-Based-Learning setzen. Auch interdisziplinäre Projekte, die fächerübergreifend wirken oder Aktivitäten von schulischen und außerschulischen Partnern beinhalten, sind willkommen. Der Wettbewerb basiert  auf der Philosophie von medien+bildung.com, Bildungsprozesse mittels Medieneinsatz auf innovative Weise zu fördern und dadurch neue Lehr-Lern-Prozesse in einer digital geprägten Kultur zu unterstützen.

Den Gewinnern winken attraktive Preise: In jeder Kategorie wird ein Hauptpreis vergeben, der Unterstützung in Höhe von 2.000 Euro, sowie in Form von fünf Projekttagen mit medien+bildung.com zur Umsetzung des prämierten Konzepts beinhaltet. Daneben gibt es weitere Anerkennungspreise, die mit 500 Euro und einem eintägigem Workshop mit medien+bildung.com dotiert sind.

Eine fachkundige Jury wählt die Gewinner aus, die am 10. November 2010 im Rahmen des Forums Medienkompetenz in Trier ausgezeichnet werden.

Der Förderpreis "konzept m+b" wird gestiftet von der LMK - Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Stiftung MedienKompetenzForum Südwest MKFS. Die Schirmherrschaft hat Dr. Josef-Peter Mertes, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD) übernommen.

Bewerbungen für den Förderpreis können bis zum 31. August 2010 eingereicht werden, weitere Informationen sowie das Bewerbungsformular sind auf der Website www.konzept-mb.de zu finden.

Kontakt: Björn Friedrich, Tel. 0176/64605764

Presse-Ansprechpartner:

Hans-Uwe Daumann
Stv. Geschäftsführer
Öffentlichkeitsarbeit
(0621) 5202258
(0151) 12704631
daumann@medienundbildung.com

medien+bildung.com gGmbH
Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz
Turmstr. 10
67059 Ludwigshafen

Geschäftsführerin: Katja Friedrich

medien+bildung.com veröffentlicht "Fundus Medienpädagogik"

medien+bildung.com gGmbH - Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz

Die Ludwigshafener Bildungseinrichtung medien+bildung.com gGmbH Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz hat erstmals ein Buch herausgegeben: Im renommierten Fachverlag Beltz (Weinheim und Basel) erscheint zum 1. März 2010 "Fundus Medienpädagogik - 50 Methoden und Konzepte
für die Schule".


"Ich bin eigentlich sehr daran interessiert, die neuen Medien stärker in meinen Unterricht zu integrieren, wenn ich nur wüsste, wie. "Äußerungen dieser Art hören die Medienpädagogen/innen von medien+bildung.com häufiger in ihren Multiplikatorenschulungen zum Einsatz von Medien im Bildungskontext. Um Pädagogen/innen eine Praxishilfe zu geben und die ersten Schritte in der Medienpädagogik zu erleichtern, hat das Team von medien+bildung.com eine Methodensammlung zusammengestellt, die zum 1. März 2010 unter dem Titel "Fundus Medienpädagogik - 50 Methoden und Konzepte für die Schule" im Beltz-Verlag (Weinheim  und Basel) erscheint.

Alle sprechen von Medienpädagogik - medien+bildung.com bietet in ihrem Buch das nötige Werkzeug, um medienpädagogische Inhalte in der Schule umzusetzen: 50 Methoden und Konzepte - verfasst, erprobt und nach Medienarten bzw. Zielgruppen strukturiert von
erfahrenen Medienpädagoginnen und Medienpädagogen. Die Autoren/innen haben dabei besonders jene Praxistipps ausgewählt, die sowohl im schulischen als auch außerschulischen Kontext einsetzbar sind. Die dargestellten Methoden (z.B. »Stopptrick«, »TV-Synchronisation«, »Digitale Actiontricks«, »Musikclips«) sind somit einsatzbereit für die direkte Umsetzung im Unterricht. So können Medien den Schulalltag bereichern!

medien+bildung.com (Hrsg.)
Fundus Medienpädagogik - 50 Methoden und Konzepte für die Schule
In der Reihe "Beltz Medienpädagogik", herausgegeben von Prof. Norbert Neuß
Beltz Verlag, Weinheim und Basel, 2010
ISBN 978-3-407-25529-7

Presse-Ansprechpartner:
Hans-Uwe Daumann
Stv. Geschäftsführer
Öffentlichkeitsarbeit
(0621) 5202258
(0151) 12704631
daumann@medienundbildung.com

medien+bildung.com gGmbH
Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz
Turmstr. 10
67059 Ludwigshafen

Geschäftsführerin: Katja Friedrich

OK-Tag 2010 in Kaiserslautern

Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) lädt für Samstag, 13. März 2010 zum diesjährigen OK-Tag nach Kaiserslautern ein. Von 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr finden Workshops und Vorträge statt. Erstmals ist in diese Veranstaltung die Jahrestagung des Bundesverbandes für Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam) mit eingebunden. Die Mitgliederversammlung des bvbam findet bereits am Vortag, Freitag, 12. März 2010 um 18.00 Uhr statt. Tagungsort in Kaiserslautern ist das Fraunhofer Zentrum.

Der OK-Tag hat bereits Tradition bei den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern in den Bürgerfernsehsendern in Rheinland-Pfalz. Jedes Jahr lädt die LMK dazu ein und verbindet dabei regelmäßig die Preisverleihung des Förderpreises für besonders auszeichnungswürdige Beiträge.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Workshops sind die Themen Programmplanung, zusätzliche Verbreitungswege, Zuschauerorientierung im Programm und die Stimme als Baustein für eine gute Sendung. Der bvbam setzt Akzente durch Workshops zu den Themen Ausbildung in Bürgermedien, sowie Vernetzung und Programmaustausch.

Das ausführliche Programm zum diesjährigen OK-Tag findet sich auf der Homepage der LMK Rheinland-Pfalz unter der Adresse www.lmk-online.de.

Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter von OK54 Bürgerrundfunk in Trier werden an der Veranstaltung teilnehmen. Interessierte Personen können sich dieser Gruppe gerne anschließen. Weitere Informationen über die gemeinsame Anreise erteilt die OK54-Geschäftsstelle. Die Anmeldung findet über die Homepage der LMK statt.

Für mehr Sicherheit im Internet: MedienKompetenzNetzwerke (MKN) und Bürgersender veranstalten einen Thementag zum Safer Internet Day (SID)

Am Dienstag, den 09. Februar 2010 war der Safer Internet Day (SID). Der jährlich stattfindende weltweite Aktionstag für mehr Sicherheit im Netz wurde bereits zum siebten Mal veranstaltet. In Deutschland rief die EU-Initiative "klicksafe" alle Schulen, Initiativen, Medien und Unternehmen auf, sich mit eigenen Aktionen am Safer Internet Day zu beteiligen. Ziel war es, das öffentliche Bewusstsein für die Thematik zu schärfen. OK54 Bürgerrundfunk und das MedienKompetenzNetzwerk Trier beteiligten sich auch in diesem Jahr an dem SID.

Nicht nur jugendgefährdende Inhalte, Viren und Datenschutz-Lücken im Netz geben Anlass zum umsichtigen Umgang mit dem World Wide Web, auch der sorglose Umgang mit persönlichen Informationen, Bildern und Videos in Sozialen Netzwerken können zum Verhängnis werden - der sichere Umgang mit dem Internet ist für jeden Computernutzer wichtig.

Aus diesem Anlass senden auch die rheinland-pfälzischen Bürgerfernsehsender einen Themenblock, der auf die Gefahren im Internet aufmerksam macht. Fast 10 Millionen Menschen in Deutschland haben die Möglichkeit, die Sendebeiträge zum Safer Internet Day 2010 im Bürgerfernsehen zu sehen. Die MKN in Rheinland-Pfalz und Bürgersender bundesweit beteiligen sich mit einem Thementag. Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), Praktikanten und Auszubildende der MKN in Rheinland-Pfalz und der Medienprojektzentren in Hessen haben Kurzbeiträge zum Thema Jugendmedienschutz erstellt. Das MKN Mainz-Rheinhessen hat die Beiträge zu einem Sendeblock zusammengestellt, der von Bürgersendern in Rheinland-Pfalz, Hessen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin ausgestrahlt wird.

Hinweise zum Programm finden Sie unter: www.ok54.de

Alle Infos unter: www.mkn-online.de oder www.klicksafe.de

Moderne Bürgermedien für eine moderne Gesellschaft - 25 Jahre Bürgerfernsehen in Rheinland-Pfalz

Die Staatskanzlei in Mainz bildete den festlichen Rahmen für die Jubiläumsfeier "25 Jahre Bürgerfernsehen".

25 Jahre Bürgerfernsehen in Rheinland-Pfalz. Das ist mehr als ein Grund zu feiern und auf die heutigen aktuellen Ergebnisse des medienpolitischen Urknalls in den 80er Jahren stolz zu sein. In Rheinland-Pfalz – in Ludwigshafen – wurde 1984 der erste Offene Kanal in Deutschland eingerichtet.

„Die Offenen Kanäle sind heute attraktiver denn je“, betonte LMK-Direktor Manfred Helmes in seiner Eröffnungsansprache beim MedienColloquium `Moderne Bürgermedien für eine moderne Gesellschaft` in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz in Mainz. „Früher hin und wieder belächelt, hat sich der Bürgerrundfunk in den letzten Jahren stark verändert. Mein Dank gilt allen, die mitgeholfen haben, die Bürgermedien in die aktuelle Medienwelt zu führen. Bürgermedien haben heute Zukunft.“

Der rheinland-pfälzische Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Martin Stadelmaier, hob in seinem Grußwort die unveränderte Bedeutung der Bürgermedien innerhalb des demokratischen Gesellschaftssystems hervor: „Freien und unmittelbaren Zugang bieten neben den heutigen Möglichkeiten des Internets nur die Bürgermedien. Nur sie ermöglichen es interessierten Bürgerinnen und Bürgern, sich mit ihren Anliegen und Meinungen an eine lokale und regionale Öffentlichkeit zu wenden.“ Daher brauche eine moderne Gesellschaft zeitgemäße Bürgermedien.

Damit seien moderne Bürgermedien nach wie vor Ausdruck des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung nach Artikel 5 Grundgesetz, beleuchtete Professor Dr. Ulrich Sarcinelli von der Universität Landau-Koblenz in seinem Vortrag über „Lokale Medien in einer globalen Welt.“ Gerade im Zeitalter der weltumspannenden Informationen sei die Verortung der Information in der Region sowie die Partizipation im Lokalen von besonderem Gewicht.

Derzeit gibt es in Rheinland-Pfalz 22 Trägervereine mit über 2.500 Mitgliedern, Produzentinnen und Produzenten, die auf 16 Fernsehkanälen insgesamt 22 zum Teil kanalpartagierte Fernsehprogramme zur Ausstrahlung bringen. Die Sendebeiträge spiegeln in hohem Maße das Lebensgefühl der Region wider. Mit dem rheinland-pfälzischen Konzept der ehrenamtlichen Trägerschaft des Bürgerfernsehens wird eine eigene Authentizität erreicht, die von den Zuschauerinnen und Zuschauern geschätzt und nachgefragt wird.

„Dies gibt den Bürgermedien auch den notwendigen Rückhalt in ihrer jeweiligen Kommune“, erklärte Oberbürgermeister von Speyer, Werner Schineller, aus seiner Erfahrung heraus mit dem Offenen Kanal in „seiner“ Stadt. Neben OB Schineller waren Winfried Engel, Vorsitzender des Bildungszentrums BürgerMedien (BZBM) und Vorsitzender der Versammlung der LPR Hessen, und Bernhard Möwes, Referatsleiter Internationale Zusammenarbeit und Medien beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Gäste einer Live-Aufzeichnung in der erfolgreichen Sendereihe „Eckpunkte: Kirche und Gesellschaft“ aus dem OK54 Trier.

Unter dem weit gefassten Titel „Was die Welt zusammenhält“ diskutierte der Moderator Stefan Weinert, Leiter der Rundfunkarbeit im Bistum Trier, mit seinen Gästen die integrative Funktion und Identitätsschaffung der Bürgermedien in einer zunehmend global geprägten, aber auch individualisierten Medienlandschaft. Hier komme, so Engel, den Bürgermedien künftig eine verstärkte Rolle auch im Bildungsbereich zu. Bildung und Medien gehörten heute sehr eng zusammen und müssten eng miteinander verschränkt werden. Mit Blick auf den Medienbericht der Bundesregierung betonte Möwes in der Diskussion die starke Integrationskraft von lokalen und regionalen Medien.

Zum Abschluss des MedienColloquiums lenkte die Vorsitzende der Versammlung der LMK, Renate Pepper, den Blick auf die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit der Bürgermedien in einer digitalen und stark kommerzialisierten Medienwelt. „Bis heute ist OK-TV in Rheinland-Pfalz gemeinnützig und nicht-kommerziell geblieben. Das ist seine Stärke und gleichzeitig der Garant für eine freie Meinungsäußerung der Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Sendebeiträgen unmittelbar in die Rolle des Produzenten schlüpfen können. Diesen Freiraum gilt es auch in Zukunft in einem verstärkt kompetitiv geprägten Medienszenario zu sichern, um weiterhin neben den etablierten und neuen Medien eine weitere Säule der aktiven und interaktiven Vor-Ort-Kommunikation zu ermöglichen.“

LMK-MedienColloquium 2009 in Mainz

"Moderne Bürgermedien für eine moderne Gesellschaft - 25 Jahre Bürgerfernsehen in Rheinland-Pfalz". Dieses besondere Jubiläum würdigt das MedienColloquium der Landeszentrale für Medien und Kommunikation am Donnerstag,  1. Oktober 2009 in Mainz im Festsaal der Staatskanzlei.

Bürgermedien haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Auch die rheinland-pfälzischen Bürgersender passten sich kontinuierlich den geänderten Anforderungen in der Technik, Gesellschaft und Medienlandschaft an. Dabei ist OK-TV in Rheinland-Pfalz
gemeinnützig und nichtkommerziell geblieben. Das Bürgerfernsehen ist zudem demokratiestiftend und dem Gemeinwohl verbunden. Bürgerfernsehsender sind heute moderne Medieneinrichtungen mit einem hohen Grad an Partizipation im Lokalen.

Derzeit gibt es in Rheinland-Pfalz 25 Trägervereine mit über 2500 Mitgliedern, die insgesamt 16 Sendeprogramme aus 22 Standorten ausstrahlen. Die Sendebeiträge spiegeln das Lebensumfeld ihrer Region wider. Mit dem rheinland-pfälzischen Konzept der
ehrenamtlichen Trägerschaft des Bürgerfernsehens wird eine besondere Authentizität erreicht, die von den Zuschauerinnen und Zuschauern honoriert wird.

Dies gibt den Bürgermedien auch den notwendigen Rückhalt in ihrer Kommune. Die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Trägervereinen sind die personelle und ideelle Basis der OK-TV Bürgersender. Ohne dieses Ehrenamt hätte Bürgerfernsehen in weiten Teilen des Landes in dieser Form und in diesem Umfang nicht realisiert werden können.

Alle Personen, die in und mit Bürgermedien zu tun haben, arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Verbesserung ihres OK-TV Bürgerfernsehsenders. Heute sind sie semiprofessionelle Fernsehsender und anerkannte Stätten für Aus- und Fortbildung im
Medienbereich, insbesondere für junge Menschen. Für die MedienKompetenzNetzwerke (MKN) in Rheinland-Pfalz sind sie der Kern und stellen die Organisationsplattform zur Verfügung.

Bürgerfernsehsender sind heute mehr denn je wichtige Träger der regionalen und lokalen Identität sowie des gesellschaftlichen Lebens. Hier ist vieles in Bewegung: Beim MedienColloquium 2009 können Sie sich selbst ein Bild davon machen, wie Bürgerfernsehen in Rheinland-Pfalz heute funktioniert. Mehr Informationen zur Veranstaltung unter www.lmk-online.de

Ohren spitzen will gelernt sein

Hörkoffer für die Medienarbeit in Rheinland-Pfalz - Stiftung MKFS übergibt drei Hörkoffer an m+b.com - "Nicht sehen trennt uns von den Dingen - nicht hören von den Menschen" wusste schon Immanuel Kant die Bedeutung des Hörens einzuschätzen. Auch die Fachleute sind sich einig, Hören ist die Grundlage für den Erwerb der Sprachkompetenz. An ca. 80 Schulen in Rheinland-Pfalz wird daher schon mit dem roten Koffer der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest (MKFS) gezielt das Hören geübt. Der rote Hörkoffer ist das Markenzeichen des Hörprojektes „Ohrenspitzer“. Nun hat die Stiftung drei weitere Koffer an medien+bildung.com übergeben. medien+bildung.com – Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz gGmbH ist spezialisiert auf Praxisprojekte für Radio, Fernsehen und Multimedia. In 40 Ganztagsschulen in Rheinland-Pfalz unterhält die mediale Lernwerkstatt bereits Medien-AGs. Die Medienpädagog/-innen von medien+bildung.com integrieren die Materialien der Hörkoffer in ihren Unterricht. Das Hörprojekt "Ohrenspitzer" wurde von der Stiftung MKFS gemeinsam mit dem Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz sowie dem Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend Rheinland-Pfalz, dem SWR  sowie der Stiftung Zuhören entwickelt. Alle Ohrenspitzer-Schulen erhalten den roten Hörkoffer. Er enthält eine umfangreiche und an die jeweilige Altersstufe der SchülerInnen angepasste Zusammenstellung von beliebten Hörspielen sowie ein Heft mit didaktisch-methodischem Begleitmaterial für die BetreuerInnen.  Kontakt:Stiftung MedienKompetenz Forum Südwestc/o Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-PfalzTurmstr.1067059 LudwigshafenTel.: 0621/5202-271 Fax: 0621/5202-279Mail: info@mkfs.de

Autor: Thomas Schmid
Datum: 08.04.2008
Email: info(at)mkfs.de

Quelle: Connex-Magazin, siehe www.connex-magazin.de

„Förderpreis Medienpädagogik“ zum zehnten Mal für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausgeschrieben

Die Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest (MKFS) schreibt im Jahr 2008 zum zehnten Mal den Förderpreis Medienpädagogik aus. Ausgezeichnet werden herausragende medienpädagogische Projekte, die in besonderer Weise zum Medienkompetenzerwerb von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beitragen können. Bis zum 30. Juni 2008 können Kindergärten, Schulen und außerschulische Jugendgruppen ihre Bewerbungsunterlagen bei der Stiftung MKFS einreichen. Bewerben können sich Initiativen und Projekte aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, die zwischen dem 1. Juli 2007 und heute medienpädagogische Projekte durchgeführt haben oder gegenwärtig noch durchführen.

 

Der „Förderpreis Medienpädagogik“ wird von der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest (MKFS) getragen, einer Initiative der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK), der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) und dem Südwestrundfunk (SWR). Über die Verteilung des Preisgeldes, in Höhe von insgesamt Euro 6.000,--, entscheidet eine unabhängige Jury. Die Preise werden in vier Alterskategorien vergeben. Die Preisverleihung findet am 28. November 2008 in der Popakademie Mannheim statt.

 

Nähere Informationen zum Förderpreis Medienpädagogik 2008, die Ausschreibungsunterlagen und der Bewerbungsbogen sind unter www.mkfs.de bzw. www.foerderpreismedienpaedagogik.de oder bei der Geschäftsstelle der Stiftung MKFS, c/o LMK Rheinland-Pfalz, Turmstraße 10, 67059 Ludwigshafen erhältlich.

Filme machen in Eigenregie

Mit einem Handy mit Kamera und einem Computer kann heute jeder Filme produzieren. Die Technik wird immer einfacher, aber gute Technik allein macht noch keinen guten Film. Die Stiftung MedienKompetenzForum Südwest (MKFS) sowie das Bildungszentrum BürgerMedien (BZBM) haben im Rahmen der DIDACTA 2008 in Stuttgart die Lern-DVD "In Eigenregie" vorgestellt.

Sie enthält professionelle Tipps und Tricks zum Thema "Filme machen" und richtet sich besonders an Schulen und junge Leute. Die DVD wurde vom Medienzentrum Landkreis Vulkaneifel entwickelt.

Kernstück der DVD ist der Kurzkrimi "Verschwunden". Mit diesem Drehbuch gewannen die Schüler der Waldorfschule Neuwied 2006 den "Junior Award" beim "Tatort Eifel" - einem Drehbuchwettbewerb für Jugendliche in Rheinland-Pfalz. Der 15-minütige Krimi wurde von den Gewinnern mit der professionellen Unterstützung des Schauspieltrainers Manfred Schwabe, bekannt aus der "Lindenstraße", aufwendig produziert. Außerdem befindet sich auf der DVD eine ausführliche Dokumentation der Dreharbeiten, der Tricks und Kniffe, deren sich Filmschaffende bedienen, sowie der Pannen, Probleme und die Lösungen, die dafür gefunden wurden.

Die DVD behandelt ausführlich alle Themen rund ums "Filme machen". Das gesamte Vokabular des Filmhandwerks wird anschaulich erläutert: Dramaturgie, emotionale Konflikte der Figuren, die Vorbereitung eines "Sets", die Aufgaben der Beteiligten von der "Continuity" bis zur Ausstattung und vieles mehr. Das alles muss stimmen, bis es zur finalen Konfrontation, zum "Showdown" kommen kann.

"In Eigenregie" bietet aber noch erheblich mehr: Auf einem zusätzlichen DVD-ROM-Teil findet man unter anderem das Drehbuch und viele weitere Hintergrundinformationen, allesamt nützlich für die Arbeit am eigenen Filmprojekt.

Aber auch für alle, die nicht unbedingt selber gleich mit einem Kamerateam losziehen möchten, bietet "In Eigenregie" wertvolle Informationen und Hintergründe: Die DVD veranschaulicht, dass ein Film immer "gemacht" ist und wie er funktioniert. Damit liefert sie vor allem jungen Leuten das nötige Wissen, um die Bilder, mit denen sie nahezu täglich konfrontiert sind, besser verstehen, einschätzen und beurteilen zu können.

Im Rahmen der Bildungsmesse DIDACTA stellen die Produzenten Eva Reinold und der Medienpädagoge Christian Kleinhanß die DVD am 23. Februar 2008 um 13.30 Uhr am Stand der Stiftung MKFS in der Halle 5 - C 75 vor.

Die Lern-DVD "In Eigenregie" kann ab sofort kostenfrei gegen Einsendung eines frankierten Rückumschlages (DIN A5; Porto: 1,45 Euro) bei der Stiftung MKFS bezogen werden.

Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest
c/o LMK Rheinland-Pfalz,
Turmstr.10
67059 Ludwigshafen
Homepage: www.mkfs.de

Sicher surfen dank der "Tür"

Die Trierer Suchtberatung "Die Tür" gibt Ratschläge zu der sicheren Nutzung von Computer und Internet und hilft dabei, den Gefahren dieser Medien aus dem Weg zu gehen.

 

"Ich brauche genau das Spiel". Diesen oder einen ähnlichen Satz dürften viele Eltern im letzten Jahr von ihren Kindern gehört haben. Computerspiele stehen bei den Sprösslingen hoch im Kurs und auch die mit vielen Spielen verbundene Internetnutzung steigt immer schneller an. Was viele Eltern und Erziehungsberechtigte hierbei oft zu spät erkennen, ist, dass die scheinbar ungefährlichen Spiele sehr schnell süchtig machen können und teilweise jugendgefährdende Inhalte aufweisen. Dies gilt auch für viele Internetseiten auf die Kinder überwiegend ohne jeglichen Schutz Zugriff am heimischen Computer haben. Über Gefahren des Computer- und Internetkonsums möchte die Trierer Suchtberatung "Die Tür" aufklären. Das Projekt "Gute Seiten, schlechte Seiten" beinhaltet mehrere Infoabende für Eltern und Interessierte an denen Tipps zum Umgang mit den Medien Computer und Internet gegeben. Weitere Informationen zum Projekt "Gute Seiten, schlechte Seiten"