Medien und Gewalt
Hat Mediengewalt eine schädliche Wirkung auf Kinder- und Jugendliche?
Eine eindeutige Antwort gibt es leider nicht. Die Positionen sind höchst unterschiedlich, ebenso wie die wissenschaftlichen Thesen. Ein direkter Zusammenhang von medialer Gewalt zu realer Gewalt lässt sich allerdings ausschließen.
Betrachtet man Gewalttaten von Jugendlichen, wie etwa die Attentate von Emsdetten oder Erfurt, so wird der Wirkung von medialer Gewalt ein besonders Gewicht beigemessen. Festhalten kann man jedoch, dass der Medienkonsum ein Faktor unter anderen ist, dessen schädlicher Einfluss auf Kinder und Jugendliche höher oder niedriger sein kann, je nach dem wie sich die Alltagsbedinungen und Sozialisationsfaktoren gestalten.
Der Lebenskontext von Kindern und Jugendlichen bestimmt also in erheblichem Maße wie hoch die Beeinflussung von Medien sein kann. Hier sind neben dem Elternhaus vor allem auch die Bildungseinrichtungen in der Pflicht, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.
Haben medienpädagogische Maßnahmen Einfluss auf das Medien- und Gewaltverhalten von Kindern und Jugendlichen?
Von den wenigsten Maßnahmen liegen eindeutige Befunde über deren Wirkung vor. Aus den Ergebnissen der bislang veröffentlichten Studien lässt sich dennoch ableiten, dass medienpädagogische Bemühungen durchaus erfolgversprechend sind. Da Jugendliche ein grosses Intersse an Medien zeigen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie sich gerne mit dem Thema Mediengewalt und reale Gewalt beschäftigen.
Was sagt die Wissenschaft?
Zusammengefasst heißt es im Bericht zu „Medien und Gewalt“ im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2004) über die Wirkung von schulischen Maßnahmen mehr...



